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Das Brockengespenst und Glorie

Die erste ausführliche Beschreibung des mysteriösen Phänomens stammt von dem spanischen Wissenschaftler und Kapitän Ulloa, der 1735 die Anden überquerte. Doch der bis Ende des 18. Jahrhunderts international gebräuchliche Ausdruck »Ulloas Ring« wurde ganz allmählich von »Brockengespenst« abgelöst, was den Berg im Harz in der meteorologischen Weltliteratur bekannt gemacht hat.

 

Hinter dem Begriff verbirgt sich ein besonderes Naturschauspiel: Wenn der Schatten des Beobachters auf eine Nebel- oder Wolkenschicht fällt, wird der Schatten nicht durch eine feste Fläche abgebildet, sondern durch jeden Wassertropfen des Dunstes einzeln. Dadurch kann das Gehirn den Schatten nicht stereoskopisch sehen und überschätzt die Größe deutlich.

 

Die Nebelwand kann man mit einer Kinoleinwand vergleichen, auf die das Schattenbild dann in mehrfacher Vergrößerung projiziert wird. Nur hat Nebel im Gegensatz zur Leinwand keine glatte Oberfläche, so dass dreidimensionale Bilder entstehen, die sich durch Wallung des Nebels gespenstisch verändern, ohne dass der Beobachter sich bewegt. Dies führt auch dazu, dass dieses »Wesen« zu schweben scheint.

 

Die anderen physikalischen Bedingungen auf dem Berg, kühle und feuchte Luft, Stille sowie die Orientierungslosigkeit durch mangelnden Weitblick und fehlende Nachbarberge verstärken den gespenstischen Eindruck. Manchmal bildet sich um den »Kopf« des Brockengespenstes zudem eine farbige, ringförmige Erscheinung, die so genannte Glorie. Diese entsteht durch Rückstreuung und anschließende Beugung der Sonnenstrahlen an den winzigen Nebeltröpfchen. Die kleinen runden Tröpfchen lenken die Lichtstrahlen dabei zu einem Muster konzentrischer Kreise ab.

Quelle: PM Magazin

 

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