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Kurzer Jahresrückblick Steinberger Viktoria

Wenn ich die heurige Klettersaison Revue passieren lasse, muss ich (mit Bedauern) feststellen, dass diese aufgrund einer erneuten Knieverletzung eher dürftig ausgefallen ist. Somit habe ich mich dieses Jahr vorwiegend dem Sportklettern gewidmet und konnte nur wenige alpine Touren verwirklichen.

Nach einigen Winterbegehungen am Kaibling sowie im Salzburger Tennengebirge starteten wir die wirkliche Saison im sonnigen Spanien, genauer gesagt in „Siurana“. Zusammen mit einigen Spezln aus Berchtesgaden und Salzburg  verbrachten wir 10 Tage in diesem Hotspot und kletterten, bis die Haut an den Fingerkuppen nahezu abgeschliffen war :D

Zu Ostern  starteten wir wie gewohnt unseren jährlichen Trip ins Klettereldorado Arco. Wir widmeten uns ausschließlich unseren alpinen Projekten, von welchen wir das ein oder andere umsetzen konnten. So gelang uns zB. die Begehung des „Zanzara-Pfeilers“ am Colodri, welche uns geschlagene 9 Kletterstunden abverlangte. Nach einer weiteren, wunderschönen Tour am Piccolo Dain („Diretissima Loss“) sowie am Monte Brento („Emozioni“) zog es uns erneut in Richtung Coldodri, auf welchem wir unseren Arco-Trip mit dem Alpin-Klassiker „Tyskiewicz“ beendeten.

Nachdem ich vom sonnenverwöhnten Arco zurück nach Salzburg gekommen bin, schlugen meine dort wohnhaften Spezln auch gleich das nächste Projekt vor: „Opera Vertical“ auf der Torsäule.
„Jo passt, probiern mas!“, hieß es von allen Seiten und schon am nächsten Tag standen wir fix fertig samt Tourenski am Parkplatz vorm Arthurhaus (aufgrund der damaligen Schneelage blieb uns der Zustieg mittels Ski noch nicht erspart).
Nach 6 Stunden Kletterzeit erreichten wir 4 endlich den Gipfel der Torsäule (länger hätten meine Finger vermutlich nicht mehr mitgespielt). Erfüllt mit Adrenalin und Endorphinen vergaßen wir völlig auf die Uhrzeit zu achten. Erst nachdem wir fertig abgeseilt hatten, und geraden dabei waren, die Ski anzuziehen, blickte ich zufällig auf die Uhr und stellte fest, dass ich wohl nicht mehr rechtzeitig meinen Nachtdienst antreten konnte.
 Letztendlich betrat ich um 21:00 Uhr die Dienststelle, das heißt, ganze drei Stunden zu spät. Da  mich meine Kollegen jedoch mittlerweile recht gut kennen, wissen sie, dass sich nicht jede Klettertour vorm Nachtdienst zeitlich immer so ganz ausgeht. Und wenn ich wieder mal im dreckigen Klettergewand und mit blutverschmierten Händen in die Dienststelle stürme und mich für die Verspätung entschuldige, hört man aus allen Reihen lediglich: „Typisch Viki“.

Bevor wir unseren nächsten Trip ins Ausland starteten, kletterten wir noch einige Touren in der Heimat, wie zB.  „Zeit zum Atmen“ (Torsäule), „Kompaktpfeiler“ (Koppenkarstein), „Westwandpfeiler“, Blue Night“ (beide am Kaibling).

Im Juni verbrachten wir anschließend weitere 10 Tage in Spanien (Mallorca), wobei ich gestehen muss, dass meine Freundin und ich uns beim Abflug in München nicht annähernd vorstellen haben können, dass Mallorca ein so großes Potential an wunderschönen Klettereien bieten kann. Neben Deep-Water-Soloing bietet Mallorca eine immense Auswahl an mega coolen Sportkletter-Sektoren, welche sich teilweise direkt am Meer befinden. Ebenso die Tatsache, dass wir bis auf 3 einheimische Kletterer (welche uns die gesamte Zeit über begleiteten und uns die besten Gebiete offenbarten) , keine weiteren Kletterer trafen, zeichneten diesen Hot-Spot aus.

 Nachdem wir wieder zuhause angekommen waren, ging es auch gleich weiter mit einem Spontan-Trip nach Südtirol. Wir verbrachten 3 Tage am Sella-Pass, wo wir zwei Routen am Piz-Ciavazes kletterten: „Via Zeni“ sowie „Via Irma“.

Nachdem wir die zweite Route geklettert waren, machte sich auch schon mein rechtes Knie bemerkbar. Jede Belastung wurde zur Tortur und so mussten wir gezwungenermaßen den Heimweg antreten.
Nachdem ich meinen Röngtenbefund erhalten hatte, war klar, dass ich mich mit einer ca. 3 monatigen Trainingspause abfinden musste.

Nach (fast) vollständiger Heilung kletterte ich Ende September meine ersten Meter auf der Bischofsmütze, wobei sich sofort herausstellte, dass ich aufgrund der langwierigen Pause  einiges an Moral verloren hatte. Es folgten einige Wochen, in denen ich sowohl Höhen als auch  Tiefen erlebt habe. Nachdem sich jedoch eine Tendenz nach oben abgezeichnet hatte, beschlossen wir spontan nach Paklenica (Velebit) zu fahren. Im dortigen Nationalpark kletterten wir auf den 2  höchsten Bergen, welche unter den Namen „Anica Cuc“ und „Debeli Cuk“  bekannt sind („Senza Pieta“ und „Albatros“).
Auch dieses Klettergebiet stellte sich als wirklich lohnend heraus, wobei anzumerken ist, dass sich die schönsten- und weniger abgeschmierten- Routen auf den oben angeführten Bergen befinden.

Wieder zurück in der Steiermark gingen sich – Gott sei Dank – noch einige Touren im Xeis aus. Hierbei blieb mir vor allem die Route „Mordillo“ am Festkogel in Erinnerung, bei welcher mir wieder bewusst wurde, mit welcher Kühnheit die Erstbegeher diese Route erschlossen.
Es folgte noch der Klassiker „Sommernachtstraum“ auf der Trisselwand, von welchem wir jedoch weniger begeistert waren.

Nachdem wir Anfang Dezember noch bei -10 Grad im wilden Kaiser kletterten (Bauernpredigtstuhl), beschlossen wir, dieser Kälte zu entfliehen und in die Türkei zu fliegen, um dort das Klettergebiet „Geyikbayiri“ zu erkunden.
Schon nach dem ersten Klettertag war unsere Begeisterung sowie Motivation kaum zu bremsen. Sinter vom Feinsten, angenehme 25 Grad, hervorragendes türkisches  Essen im „Climbers Garden“ sowie die täglich Flasche Rotwein umrundeten diesen Trip und machten ihn zu einem unsrer schönsten Urlaube.  In diesem Sinne beende ich meinen Bericht über die heurige Saison und hoffe, dass ich kommendes Jahr von mehr alpinen Unternehmen schildern kann.

Fotos und Bericht: Steinberger Viktoria

 

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